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Bobath-Therapie

Dieses Behandlungskonzept, welches von dem Ehepaar Bobath seit Mitte des 20. Jahrhunderts entwickelt wurde, ist nicht auf bestimmte Übungen festgelegt. Es zeichnet  sich vielmehr aus durch eine große Variabilität in den Techniken. Diese auf neurophysiologischen Erkenntnissen basierende Therapie wurde seither stetig weiterentwickelt und überzeugt heute durch seine Ganzheitlichkeit und Individualität. Anwendung findet das Konzept bei Säuglingen, Kindern und Jugendlichen mit Entwicklungsverzögerungen, Asymmetrien, Schädeldeformitäten, Wahrnehmungsauffälligkeiten, Konzentrations- und Lernstörungen, neurologischen Störungen (Hemi-, Di- und Tetraparesen, Ataxie, Athetose), orthopädischen Fehlstellungen (Skoliosen, Hüftdysplasie, Fußdeformitäten), Neuromuskuläre Erkrankungen und Frühchen.

Die Eltern bekommen bereits am Anfang der Therapie die ersten Möglichkeiten für das Handling ihres Sprösslings (Heben, Tragen, Stillen, Füttern, Waschen, An- und Ausziehen) vom Physiotherapeuten gezeigt. Dies wird im Laufe der Behandlung immer wieder erweitert und den Fähigkeiten des Kindes angepasst und modifiziert. Mit diesen wenigen Handgriffen, welche ständig im Alltag ihre Anwendung finden, können sie die physiologische Entwicklung ihres Kindes entscheidend mit beeinflussen und so zum Therapieerfolg beitragen.

In den folgenden Therapieeinheiten werden wir ihr Kind unterstützen verschiedene Bewegungen und Bewegungsübergänge (z.B. Kopf drehen in Bauch- und Rückenlage, Greifen aus der Bauchlage, über die Seitenlage in den Sitz kommen, Krabbeln, Gehen, Löffel zum Mund führen, Stiftführung…) mit mal mehr und mal weniger Hilfe (unsere Hände, Stimme, Anwesenheit, sinnvoller Hilfsmitteleinsatz) zu bewältigen. Wir haben dafür verschiedene Therapiesituationen zur Auswahl, so ist es möglich auf der Behandlungsbank, dem Schoß des Therapeuten, dem großen Pezziball, einer schrägen Ebene, in dem Sling Train, auf der Schaukel sowie einer weichen Matte und noch vielem mehr  mit ihrem Kind zu arbeiten. Für das Kind soll es aber keine unangenehme „Arbeit“ bedeuten, sondern um es zur Bewegung zu motivieren, schaffen wir eine ansprechende und altersgerechte Spielsituation. Denn neben der Anstrengung die es spüren wird, soll es auch mit Freude bei der Sache sein, denn motorisches Lernen wird durch Spaß deutlich verstärkt.

Da unser Gehirn viele Wiederholungen benötigt bis Bewegungsabläufe automatisiert sind, werden die Eltern angeleitet ein bis zwei Techniken mehrmals täglich zu Hause anzuwenden. Sie sollen dadurch aber keinen extra Zeitaufwand aufbringen müssen, sondern die gezeigten Handfassungen werden ins alltägliche Spiel und Beschäftigen mit ihrem Kind integriert.